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Alle - Nur Rollenspiel


I don't - believe in God - anymore
My sky - is falling down - darkness falls
Walk with me - in agony





Fuck you! You let me down!
I am ghost - I am the walking dead!




Faithless » 16.10.2017, 18:15 » Herdenplatz GS #1

Magdelaine



 


Die vielen Gesichter des Faithless traten je nach Laune, Gegenüber und Zufall zutage. Nun, da Faithless ebenso genervt, wie erstaunt über soviel Dummheit war, trat sein dramatisches Antlitz hervor. Schauspielerisch seufzte er auf und beklagte sein Leid, gestört worden zu sein. Es mochte erheiternd wirken, für die fremde Dunkle hingegen hätte das Spiel rasch eine Wendung nehmen können, die tötlich endete. Faithless hatte gespürt, dass er sich keinem übernatürlichen Wesen gegenüber fand. Zudem war Faithless eines der mächtigsten Geschöpfe der gesamten Geschichte. Es wäre also einem Wunder gleich gekommen, hätte die Fremde ihm auch nur ein Haar krümmen können. Nun aber befand er sich in bester Gesellschaft, wie er mit einem Zwinkern in Magdelaines Richtung versicherte. Nun, da er ihren Namen kannte, sprach er ihn sich innerlich immer wieder vor. Ein so fremder Klang, schön und schrecklich zu gleich. Passend vielleicht zu ihrem Wesen, denn eine Sterbliche war sie laut eigenen Aussagen nicht und sein Gespür verriet ihm, dass sie nicht log. 

"Dämon und Engel. Engel und Dämon. Damit herrscht in euch eine ebenso dunkle und helle Seite, wie in mir." Lächelte er, seine Stimme nun weit weniger theatralisch. Viel eher nahm sie nun den normal fistelnden Klang an, der ihm zu eigen war. Etwas hoch, etwas krächzend, aber nach etwas Gewöhnungszeit durchaus nicht unangenehm. "Ich bin Herr dieses Platzes, ja. Ich bin der Engelstod. Ein Geist. Nie gelebt, nie gestorben, tot geboren." Verneigte er sich. "Mein Bruder ist Gevatter Tod. Er ist der harmlosere von uns beiden." geckerte er nun doch etwas amüsiert und erhaben.war. Es war doch kaum vorstellbar, dass es ein Ebenbild des Wesens mit der unglaublichen Ausstrahlung gab, welches über diesen Platz herrschte

Er beobachtete Magdelaine und kroch mit seiner Kälte in ihre Glieder, drang in sie vor ohne sie zu berühren. Ein durchaus intimer Moment, das war ihm bewusst. Er mochte sie. Auf den ersten Blick faszinierte sie ihn. Ihre Abstammung nur ein noch süßerer Beigeschmack. .Engel und Dämon. Ist ja wie bei uns, grummelte seine innere Stimme. Definitiv der dämonische Teil in ihm. Er selbst war, wenn man von den vielen absurden Morden absah, eigentlich gar kein so übler Zeitgenosse. Er war durchaus zu liebevollen Gefühlen im stande, war ehrlich und - sofern man es verdiente - absolut vertrauenswürdig. Es gab kein Schwarz und Weiß. Faithless, der Fahle, war der Inbegriff aller Grauschattierungen. 

Faithless » 22.08.2017, 13:59 » Herdenplatz GS #1

Magdelaine



Die Wut brodelte in ihm, auch wenn er sie zu zügeln und zu verstecken wusste. Niemals würde er dieser dümmlichen Stute die Genugtuung bieten, sich von ihr in den Wahnsinn treiben zu lassen. Faithless hatte eine Rolle zu spielen und die spielte er recht gut. Doch die Stute, die ihm gegenüberstand, war in ihrer Rolle eine absolute Versagerin. Niemals, in all den tausenden von Jahren, war ihm jemand untergekommen, der keinerlei Angst vor ihm verspürte. Der so dumm war, sich ihm auf eine solch ungebührliche Art gegenüber zu stellen. Doch die Fremde hatte ihm da nun also die Jungfräulichkeit genommen. Ob sie wirklich so mutgi war, wie sie glaubte? Wirklich so dumm, wie er glaubte? Doch er konnte sich nciht weiter darauf konzentrieren, denn sofort wurden seine Gedanken von etwas ganz anderem beansprucht:

Eine Stute bewegte sich mit einer solch blendenden Eleganz auf sie zu, dass Faithless der Atem stockte. Sofort sah er die Narben an ihrem Rücken, die ihn an Flügel erinnerten. Doch unmöglich, ein Engel war sie nicht. Sie wirkte viel zu dunkel auf ihn, als dass er dem hellen, lichten Volk hätte angehören können. Ihre Stimme war wie eine zarte Melodie, die sich wie Wattebausche über das nervtötende Geplärr der anderen legte. Ein erleichtertes Seufzen entfuhr ihm. "Gott im Himmel, Euch schickt das mir gütig gesonnene Schicksal." hauchte er und würdigte die andere keines Blickes. "Ich wurde von einem durch und durch dümmlichen Wesen..." er rollte mit den Augen zu der anderen und spielte ein wenig mit der Mimik, sodass absolut klar war, wer gemeint sein konnte. "... in Grund und Boden geredet. Sowas habe ich noch nicht erlebt. Und dieses Wesen wollte und wollte einfach nicht von mir ablassen." ächzte er gespielt leidend, ehe er sich räusperte und in einer ehrlichen, warmen Stimme fort fuhr: "Vielen Dank also für meine Rettung, edles Wesen. Mein Name ist Faithless. Und du bist?" Er lächelte sie  an, ganz und gar die Dunkelheit in jeder Faser ihres Körpers spürend. Ob auch sie die tiefen Abgründe seinerselbst spüren oder zumindest erahnen konnte? 

Faithless hätte sie gern weiter gemustert, doch da kam Bewegung in die Szene. Denn die Fremde, ganz offensichtlich nun endlich einsichtig, wandte sich ohne einen Ton ab und ging. Erleichterung flutete seinen Körper von oben nach unten. Er hatte nun zwar die schöne Fremde vor sich stehen, doch die Anwesenheit der anderen war doch erdrückend stupide gewesen.  Sodass er es kaum auszublenden fähig gewesen wäre. 

Faithless » 25.07.2017, 13:15 » Herdenplatz GS #1

Dornröschen & Wer will? 



Faithless lief einige Schritte in Richtung des Hauses. Die Irrenanstalt wirkte herunergekommen und ruinös, war sie ja auch, doch für Faithless war dies ein heimeliger und angenehmer Ort. Ein warmer Ort, der ihm Schutz und Rückzug bot. Ein Ort, den man Zuhause nennen konnte. Und wer liebte sein Zuhause nicht? Er seufzte, denn die Stimme der Stute drang nach wie vor erschreckend nervtötend weiterhin in seine Gehörgänge. 
"Gibts doch nicht."
"Was du nicht sagst..." knurrte er seiner inneren Stimme zustimmend zu. "Die gibt nie auf. Die müssen wir wahrscheinlich wirklich beseitigen."Besser wäre es."
Er blieb aprubt stehen, denn die Stute  folgte ihm aus ihrer Dummheit und Naivität heraus. "Ein kaltherziges Arschloch, Liebes, kann man nur dann sein, wenn man eines besitzt. In Ermangelung desselben würde ich meinen, ich bin kein kaltherziges Arschloch sondern ein herzloses Arschloch." Er grinste süffisant, wandte sich jedoch nicht zu ihr um. "Und wieso sollte ich dich akzeptieren? Du bist die nervigste Kreatur, die mir Zeit meines unsterblichen Lebens untergekommen ist."  Er schüttelte den Kopf. "Ich steh sonst mehr so auf intelligente, nicht so nervige Gesprächspartner. Und da ich hier doch schon n recht hohes Tierchen bin, nun, erlaube ich mir, meine Gesprächspartner zu selektieren." Er gähnte kurz, sah sich dann um. Seine Stimme erhob sich, als er rief: "Möchte mich denn niemand aus dieser elendigen Situation erretten? Zu Hilfe, helft mir doch, einem armen Geist in Not!" Ein gespieltes Keuchen und Ächzen untermalte sein Szenario, ehe er den Kopf wieder senkte und die Augen schloss, bereit zu dösen.

Faithless » 11.07.2017, 08:21 » Herdenplatz GS #1
Bitte benutze die Postbenachrichtigung smilie Ist für mich deutlich leichter.

Dornröschen




Geduld war keine von Faithless' Tugenden, das wusste er und es war ihm egal. Diese kleine Stute trieb es zu bunt mit ihm und Faithless konnte nicht dafür garantieren, dass die Kleine nicht einfach tot umfiel, weil sie ihm zu stark auf die Nerven gegangen war.

Bring sie einfach um, sie ist es ohnehin nicht wert. Sieh sie dir an. Mach kurzen Prozess, und dann weiter. Lass dich nicht provozieren. 

Faithless lachte leise auf, vollkommen an sich selbst gewandt. "Du hast leicht Reden. Ein qualvoller, langsamer Tod wäre für uns doch viel erheiternder." Kicherte er zu sich selbst und hob dann erneut den Blick. "Ein Psychopath, der mit einem Augenzwinkern einen Erzengel getötet hat, my dear. Wenn du also glaubst, dass deine Spielchen ungefährlich sind und ich dein Leben verschone..." Er lachte krakeelend auf. "Dann hast du dich getäuscht. Ich töte sehr gerne. Und du hast es schon deutlich zu weit getrieben." Erneut griff er mit seinen Gedanken nach ihrem Herz und quetschte zu, ganz langsam, seine Krallen hinein schlagend. "Nenn mir also nur einen Grund, warum ich dich verschonen sollte. Oder lauf um dein Leben und such dir einen anderen Dummen, mit dem du dich auseinander setzen kannst." Brummte er widerwillig und wandte sich wieder ab, maß mit großen Schritten auf die Terrasse der Irrenanstalt, wo er stehen blieb und das Gefühl des kalten, harten Marmors unter seinen Hufen genoss. 

Faithless » 05.07.2017, 10:13 » Herdenplatz GS #1

Dornröschen



Mit rollenden Augen musterte er die Stute, die es wagte, in sein Gebiet einzudringen und sich aufzuspielen, als sei sie die Königin. Ihre Worte waren leere Luft. Als sie sich von ihm abwandte, glaubte er bereits, dieser lästigen Person entkommen zu sein. Doch da wandte sie sich ihm wieder zu. Er seufzte pikiert und schüttelte den Kopf. "Es wäre wirklich zu gütig gewesen, hättest du meinen Herdenplatz verlassen." murrte er mehr zu sich selbst, als zu ihr. "Mir ist dein scheiß Name egal. Mir bist du verdammt egal. Wenn dir dein Leben lieb ist, spielst du dich nicht so auf." Und beinahe, als hätte es einer Warnung bedurft, griff Faithless mit seinen Gedanken nach ihrem Herz, gefror es ein wenig und quetschte es. Die Stute würde nun ein beklemmendes Gefühl in der Brust verspüren, Atemnot, Schmerz, sich steigernd zu Panik. Faithless griff noch ein wenig fester zu, während seine Fischaugen ihren Blick suchten und abwarteten, bis die Panik eintrat. Ganz gleich, wie hart gesotten die Stute war, das Gefühl, wie Faithless ihr Herz allein mit seinen Gedanken umschloss und fähig war, es zu zerquetschen, würde sie schwach werden lassen. 

Faithless » 03.07.2017, 10:54 » Herdenplatz GS #1

Dornröschen



Das vorlaute Mundwerk der jungen Stute ging ihm sofort gegen den Strich. Natürlich wusste sie nicht, vor wem sie stand. Wüsste sie es, hätte sie bei Gott nicht gewagt, so mit ihm zu sprechen. "Das solltest du aber." ächzte er mit eiskalter Stimme. "Weißt du, was schlimmer ist als der Tod?" Fragte er sie leise, während er eine Welle der Kälte aus seinem Körper entsandte. Es war Hochsommer, doch um Faithless herum wurde es so kalt, als sei der arktische Winter ausgebrochen. Der Atem wurde kristallin und zeigte sich als wunderschöner Nebel vor den Mündern beider Pferde, ehe Faithless weiter sprach. "Ich. Nur ich bin schlimmer als der Tod."  Er nutzte seine Macht, um der Stute mit einer erneuten, eisigen Welle, die ihren Körper ergriff, ein wenig den Schrecken einzujagen, den sie notwendigerweise haben sollte, sprach sie mit Faithless. "Und nun sag mir, wie deine Mutter dich bei deiner Geburt nannte. Alles andere ist mir egal, deine dummen Worte kannst du dir sparen." Er wusste, dass er nach wie vor seinen Namen nicht genannt hatte. Doch die Stute würde schon noch früh genug bemerken, dass sie mit Faithless, dem Engelstod, sprach. 


 

Faithless » 29.06.2017, 14:46 » Herdenplatz GS #1

Dornröschen



Eine fremde Stute hatte sich beinahe unbemerkt in sein Territorium geschlichen. Faithless wurde ihrer gewahr und spürte Unbehagen in sich aufkeimen. Er kannte sie nicht und wusste nicht, ob sie eine von den seinen, eine von den anderen oder gar ein hilfloses Ding war, dass nun in die Höhle des Löwen getrabt kam. Er stellte die Ohren auf und ging erhobenen Hauptes auf sie zu. Seine Blicke fixierten sie raubtierähnlich, als er recht nahe vor ihr zum Stehen kam. "Ich kenne dich nicht. Wer bist du?" schnarrte er in seiner unangenehm  kratzig-hohen Stimme und begutachtete, was da vor ihm stand. Vom Leib her war die Stute deutlich kräftiger gebaut als er. Doch anhaben würde sie ihm natürlich nichts können. Es dürfte kaum ein Wesen auf dieser Welt existieren, dass es mit Faithless aufnehmen konnte. 

Faithless » 20.06.2017, 12:01 » Herdenplatz GS #1

Wer will? 



Seine Zähne schabten über den nackten Stein der alten Anstalt. Ein unangenehmes Geräusch, das für viele mit einem Schaudern verbunden war. Faithless tat es genau deswegen, um anderen auf die Nerven zu gehen. Doch da war niemand. Einsam und verlassen stand er in der Nähe jener Anstalt, die er als erobert betrachtete. Aber sonst nichts. Seine Pläne waren bis dato gehörig fehlgeschlagen. Bis auf jenen Super-Coup auf den Erzengel, hatte er nichts vollbracht. Seit die Menschen fort waren, war das Quälen deutlich schwieriger geworden und das Erobern schon recht. Er seufzte leise. Ein bisschen Unterhaltung würde ihm gut tun. Daher entsandte er ein forderndes und zugleich bizarres Wiehern. Mal sehen, ob jemand mutig genug war, sich zu ihm zu gesellen.

Faithless » 13.02.2017, 17:06 » Pavel

Pavel



Faithless zwinkerte seinem beinahe identischen Gesprächspartner zu als dieser sprach. Alles, was Pavel von sich gab, schien ihm lohnend. Ganz offensichtlich würde er für den Cremello einen guten Platz finden. Und sogar recht schnell eine Aufgabe. Denn Faithless musste heraus finden, was im Tal vor sich ging. Schon lange hatte er seine Irrenanstalt nicht mehr verlassen und wusste dementsprechend auch kaum etwas von der aktuellen Lage im Stillreich. "Dann möchte ich dich bitten, dein Können gleich unter Beweis zu stellen." ließ er vernehmen und schmunzelte seinem Gegenüber verschwörerisch zu. "Finde für mich heraus, was im Tal vor sich geht und berichte mir sobald du etwas herausgefunden hast. Ich habe leider keine Ohren und Augen im Tal. Ich bin momentan an diesen Ort gebunden. Es wäre schön, wenn du für mich herausfindest, was vor sich geht." Mit einem knappen Nicken bestätigte Faithless seinen Auftrag auch gestisch.
Faithless » 25.01.2017, 17:34 » Pavel
Die direkte Art seines vermeintlichen Spiegelbildes gefiel Faithless. Er zwinkerte Pavel zu und nickte. "Na aber klar doch, Unterstützung wird hier immer gern gesehen, ne?" Er grinste frech und trat einen Schritt zur Seite, sodass Pavel die notdürftig besetzte Herde gut sehen konnte. Faithless war schmerzhaft klar, dass seine Geister wohl kaum einem wahren Krieg standhalten könnten. Dennoch hielt er an dem Gedanken fest und solange dieser kalte Krieg im Tal schwelte und niemand über die wahren Probleme der Gaistjan Skairae Bescheid wusste, stand er nicht ganz so schlecht da. "Also herzlich willkommen erstmal. Haste schon 'ne Idee, welche Aufgabe du übernehmen möchtest? Was kannste denn besonders gut?", fragte ihn der Geist ohne Umschweife. Es war wichtig, dass jeder dort eingeteilt wurde, wo er am meisten brachte. 

Faithless » 28.11.2016, 09:30 » Pavel

Pavel



Mit neugierigen Blicken musterte er den Hengst, der ihm eher ein Spiegelbild war, denn ein Artgenosse. Faithless betrachtete die hellen Augen, die darin nadelspitzengroßen Pupillen, das helle, farbferne Fell. Pavel, so hatte er sich vorgestellt, glich ihm wie ein Zwillingsbruder. er konnte nicht umhin, eine gewisse Sympathie brachte es dem Fremden ein. "Bin Faithless." surrte er in seiner monotonen Fistelstimme und trat dann noch einen Schritt auf Pavel zu, sodass dieser seine kalte Aura würde spüren müssen. "Ich gehöre nicht dazu. Mir gehören die Gaistjan Skairae. Bin hier sowas wie der Anführer. Womit kann ich 'en helfen?" Er behielt den Fremden im Visier. Mochte ihn. Fürchtete ihn. War er auch ein Geist? Oder war er einer jener Sterblichen, die tatsächlich so blass und fahl waren, wie er es nur im Tod geschafft hatte? 

Faithless » 25.11.2016, 18:08 » Pavel

Pavel



Faithless' Leben stand Kopf. Englyn fort, die ersten Geister tummelten sich auf dem Herdenplatz, sonst nicht viel Action. Eigentlich war es nun an Faithless, seine Reihen zu stärken und gegen das Gute - was hieß eigentlich gut? - in den Krieg zu ziehen. Doch eine Lethargie lähmte ihn. Er spürte es in jeder Faser seines Leibes. Er schreckte jedoch auf, als er ein Wiehern vernahm. Ganz eindeutig fordernd. Wonach? Gesellschaft? Ein Leittier? Er hob seinen Kopf und erblickte einen Hengst, der ihm äußerlich recht ähnlich schien. Mit behänden Schritten trat er auf ihn zu. "Schrei doch nicht so, bin doch nicht taub!" 


 

Faithless » 23.11.2016, 19:19 » NP: Laboratorium

Ianor & Santiano



Er schloss seine Augen, die fahlen Wimpern schmiegten sich auf die zarte Haut unter seinen Lidern. Er atmete tief durch und konnte das Pulsieren der Geister spüren. Der Tod war so nahe, die Scheinwelt, die Anderswelt. Hier nun also verschwommen die Grenzen zwischen Sein und Scheiden. Ianor und Santiano waren die Besten, Feanor und Blutaar noch besser. Eine Symbiose dieser Charaktere würde Herrliches hervor bringen, dessen war er sich sicher. Die Stimme Ianors quälte sich in seinen Gehörgang. Er öffnete die Augen wieder und mit einem süffisanten Grinsen musterte er sie. "Nein." grummelte er. Er ahnte, warum sie es war, die beginnen wollte. Statt dessen wandte sich Faithless an Santiano, der in den Hintergrund getreten war.

Sicheren Schrittes trat er neben den überrumpelten Braunen und biss ihm gezielt in die Schlagader am Hals. Faithless konnte das Blut schmecken, als er es aus Santianos Leib saugte und somit auch alles Leben aus dem Hengst. Als dessen Existenz nur noch an einem seidenen Faden hing, begann Faithless an der Wunde zu lecken, vorsichtig zu pusten. Ein eiskalter Hauch löste sich zwischen seinen Lippen und fuhr dem Hengst in Arterien und Venen. Blutaar übernahm den Körper, so wie von Faithless vorgesehen. Einen Moment lang setzt das Herz seines Versuchskaninchens vollends aus, dann jedoch schlug es wieder. Stärker. Langsamer. Mächtiger. Vollzogen. 

Mit einem Seitenblick auf Ianor trat Faithless zurück, wartete einige Sekunden. Bemüht, in ihrem Gesicht zu lesen. Verwundert über jede Regung darin. Jede Nichtregung. Er wartete jedoch nicht ab. Er wollte jetzt vollenden, was er begonnen hatte. Mit nur einem kurzen Augenblick Verzögerung, trat er auch an ihre Seite. Biss kräftig in ihren Hals und wiederholte die Prozedur, bei der das Blut der anderen in seinen Körper sickerte und für einen Moment konnte er das heiße Leben in sich selbst pulsieren spüren. Feanor wich aus seinem Atem in ihren Leib und bevölkerte den Leib der Dunklen. Vollendet. 

Nun, da die Seelen und Geister ihre Körper betreten hatten, war es an Faithless, zu beobachten. Zu beobachten, ob das Experiment geglückt war und wie die beiden - nein, die vier - reagierten. Wer würde die Oberhand gewinnen? Wem stand er von nun an entgegen? Wie wünschten die Pferde angesprochen zu werden und welche Kräfte besaßen sie, die nun weder tot noch lebendig waren? 

Eine eisige Kälte erfüllte den Raum, Faithless hingegen war wärmer denn je. Das Blut seiner Opfer zirkulierte in seinem System und hauchte ihm nur kurz das ein, was er nie verspürt hatte: Leben. Und er befand, es tat gut. Mit Erschrecken in seinem Gedanken wurde ihm klar, dass es ihm gefiel. Dass ihm dieses Leben, dieses Kribbeln, diese Wärme gefiel. Was bedeutete das für ihn? Doch in dem Moment regten sie sich und seine Gedanken schlugen je zurück in das Laboratorium.

Faithless » 27.10.2016, 21:46 » Herdenplatz GS #1

Mangle



Er hätte wütend sein sollen oder enttäuscht oder irgendetwas. Doch er war kalt und emotionslos. Das war ihm schon lange nicht mehr untergekommen. Es war, als hätte Englyn ihm das Herz gegeben, das er nie zuvor besessen hatte. Und nun? Stand er hier und war wie betäubt vor Schmerz, vor Sehnsucht. Wer hätte das für möglich gehalten? Faithless war bis über beide Ohren verliebt und doch... er hatte einen Ruf zu verlieren. Er musste sich zusammen nehmen und durfte seine neu gewonnene Schwäche nicht offen zur Schau tragen. 

Eine Stimme bohrte sich ihm in den Gehörgang und als er deren Inhalt verstand, ratterte ein schepperndes Lachen aus seinen halb geöffneten Lippen. Charme hatte die Stute ja, auch wenn sie die falsche war. "Nana, wer wird denn da schüchtern sein, mein Mädel." schnarrte er und erinnerte sich, dass er die Lady kannte. Sie gehörte zur Herde, auch wenn er nicht so recht wusste, wer sie war. Erneut kam ihm in den Sinn, wie sehr er doch alles hatte schleifen lassen.

Ja siehst du, das hast du nun davon! Du Vollidiot! Das Ruder komplett aus dem Ruder laufen lassen, hast du. Und nun wissen wir nichtmal mehr, wer hier lebt und kreucht und fleucht. Ist sie loyal? Wissmer nicht, du hasts ja verbockt. Warst ja turteln. Idiot!

"Nu sei ma ruhig, Oberstübchen. Schaut doch sympathisch aus,  das Ding." Und zu der Stute gewand: "Dein Name war... war... nu hilf mir mal auf die Sprünge, bin doch so vergesslich auf die alten Tage geworden." gackerte er vor sich hin und trat näher an die Helle heran, um ihr tief in die Augen schauen zu können mit seinen fischartigen Pupillen.

Faithless » 27.10.2016, 14:44 » Herdenplatz GS #1

Wer möchte? 



Englyn war fort. Sie hatte ihn im Stich gelassen, oder? Hatte er sie womöglich getötet? Hatte er sie fort geschickt? Faithless konnte sich kaum daran erinnern. Er wusste nur eines: sie war nicht mehr bei ihm. Und das war es, was sein Herz brach. Sofern er denn eines besaß. So ganz biologisch gesehen, wusste er das nämlich gar nicht so recht. Er hätte sich gern selbst mal aufgeschnitten, nur so ein bisschen, um mal rein zu guggen. Was ist denn in so 'nem Geist alles drin? Organe? Na mit Sicherheit. Oder? Und schlugen die auch, pumpten die, waren die im Gegensatz zum Rest denn warm? Aber müsste ihm dann nicht warm sein, also so von innen heraus? Und müssten dann andere nicht... Ach, so viele sinnlose Fragen, denen er ohnehin nicht würde auf den Grund gehen können. Nun aber war es wichtig zu wissen, wo war bloß Englyn? 
"Einer ne Stute gesehn? Schwarz, so bisschen? Hübsch? Hoch attraktiv und meine? Neee? HALLOOOO?!" Aber als keine Antwort erklang wusste er wieder einmal: Seine Herde taugte doch zu nichts. Warum machte er all das hier eigentlich? Hatte mal die Weltherrschaft haben wollen, aber wirklich was draus geworden war doch nicht. Er saß immer noch in dieser brackigen Heilanstalt, wo man noch die Schreie der Opfer in den Wänden vernehmen konnte, wenn man die Lauscher dran presste und leise pfiff. Na aber hallo! Und nun stand er hier, betrachtete die Herde - kleines Grüppchen, schläfrig, unattraktiv - und das  verfallene Haus - abbläternde Fassade, morsche Fensterrahmen, gesplitterte Fenster. Gegen das eine konnte er was unternehmen, gegen das andere... nun, er war nicht recht begabt mit Pinsel und Farbe, mit Rahmenglaserei. Also... Er musste was tun. Musste zurück in sein Leben, in seine Rolle. Musste führen, leiten, herrschen. Musste die Gaistjan Skairae in den Krieg führen. Den Erzengel abzumurksen hatte ja an sich noch nicht den erwünschten Erfolg gebracht. War ja noch nix passiert. Hatte er sich irgendwie anders vorgestellt, imposanter. Mit mehr Funkenschlag und so. Hach, ein Feuerwerk. Das wärs gewesen. 

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