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Aynur » 31.01.2019, 20:39 » Der Wald #2

Aurian



Und plötzliche änderte sich was. Aynur konnte es fühlen. Zwar zitterte der Rotbraune weiter, das Beben seines ausgemergelten Körper war auch kaum zu übersehen, und auch das Schluchzen schien weiterhin in der Luft zu schweben, beinahe war es dem Cremello sogar, als könne er die salzigen Tränen des Anderen schmecken, aber irgendwas war da. Es schwabbte von dem Fuchs auf den Hellen über, überall da, wo sich ihre Körper berührten. Das Licht in der Dunkelheit senkte die Lider, versuchte unbemerkt noch ein Stück näher an Aurian zu rücken, aber das Unvermeidbare würde sich nicht aufhalten lassen, da war es sich fast sicher. Als die Stimme des Anderen erklang, die Leere darin dröhnend in den Ohren des Jungen nachhallte, jagte ein Schauer über seinen Körper. Und dann überrollte Aynur die Kälte. Wo eben noch Aurian an ihm lehnte, es fast wie Feuer brannte, schien sich jetzt Eiszapfen in den Körper des Hellen zu bohren. Der Rotbraune war gewichen, hatte sich von ihm gelöst, sich vor der Nähe gesperrt, obwohl er sie wahrscheinlich brauchte. Die Wärme zumindest, so unterkühlt wie er war.

Aynur schlug die Augen auf, blickte aus seinen blauen Augen direkt in das Gesicht seines Gegenübers. Konnte in dessen Zügen Schmerz erkennen, irgendwo hinter der leeren Härte, die auch schon bei der ersten Begegnung da gewesen war. Es versetzte dem Hellen ein Stich, etwas wie Traurigkeit wollte ihn übermannen, doch er war doch das Licht in der Dunkelheit, der letzte Lichtblick für alle, das Strahlen am Ende des Tunnels, und er durfte und sollte stark für all Jene sein, die das Leben gezeichnet hatte. Also auch für seinen Gegenüber. Mit einem leichten Kopfschlenker verscheuchte der Cremello das Negative, schob es ganz weit nach hinten, und zauberte sich ein ehrliches, optimistisches Lächeln auf die samtweichen Lippen. “Glaub mir, es ist nichts.“ beteuerte der Junge mit sanfter, reiner und dennoch eindringlicher Stimme, machte einen kleinen Schritt in Richtung Aurian. “Der Winter ist nur hart und ich war lange auf der... Reise.“ Es war wohl eher eine Suche, aber das musste der Fuchs nicht wissen. Er würde sich nur Vorwürfe machen. Das brauchte und sollte er nicht.

“Was ist mit dir, hm?“ fragte der Helle nach einem Moment des Schweigens, wo er einfach nur das Bild des Anderen auf sich wirken ließ, mit vorsichtiger, sachter Stimme. Von Nahem sah er noch weitaus schlimmer aus. Nur noch Haut und Knochen. Das Aynur selbst nicht viel besser aussah, war ihm nicht klar, und wichtig war es ohnehin nicht. Aurian war wichtig, sein Wohlergehen, das es ihm bald besser ginge. Mehr nicht. “Du siehst nicht gut aus. Lass mich dir doch helfen, bitte.“ Es klang fast wie ein Flehen. Der Cremello wusste doch insgeheim, das es kaum etwas bringen würde. Hatte es ja beim ersten Mal schon nicht. Sicher würde der Fuchs irgendwann wieder einfach weg sein, sobald sich die Möglichkeit gab. Dem Licht in der Dunkelheit würde es zwar brennend interessieren, warum genau Aurian verschwunden war, doch bevor die Frage üner seine Lippen kommen konnte, biss der Helle sich auf die Zunge. Nachher würde der Andere das als Vorwurf auffassen? Sicher hatte er seine Gründe, auch wenn sie in den Augen des Hellen nichtig wären.

Aynur » 15.01.2019, 21:36 » Der Wald #2

Aurian



Dem Cremello schwirrte der Kopf. Es pochte, dröhnte, ja beinahe schmerzte es sogar, doch mit zusammengebissenen Zähnen versuchte er das Chaos in seinem Inneren zu ignorieren. Schon damals, bei der ersten Begegnung mit dem Fuchs, hatte der Helle es gespürt. Gefühlt, das Aurian nicht einfach nur eine gebrochene Seele wie viele Andere war, welche er einfach so heilen konnte. Er, das Licht in der Dunkelheit. Er, der diese Gabe – wie sollte man es auch sonst bezeichnen - hatte. Nein, da war eindeutig mehr mit diesem Hengst. Doch auch jetzt, wo der Cremello seinen schmalen, ausgemergelten Körper gegen den Anderen drückte, um diesen zu stützen, verstand er noch immer nicht warum, wieso, weshalb. Nur war jetzt nicht die Zeit für Fragen. Aynur fühlte das Beben Aurians, wie er zitterte, und konnte, trotzt das er das Gefühl hatte zu brennen an jenen Stellen seines Körpers, die an der Gestalt des Anderen lehnte, ahnen, wie unterkühlt dieser eigentlich war. Konnte er ihn wärmen, obwohl er selber aus kaum mehr als Haut und Knochen bestand?

Als die Stimme Aurians erklang – der Ton, nach dem sich Aynur insgeheim gesehnt hatte – jagte eben diesem ein Schauer über die schmale Gestalt. Sie klang so gebrochen, so am Ende, noch viel mehr wie beim ersten Treffen. Und schon da war sie dem Hellen so leer vorgekommen. Und, war dem Jungen nicht sogar, als hörte er da ein Schluchzen heraus? Weinte Aurian? Aynur war in der Position nicht fähig es zu sehen, aber er war sich fast sicher das Tränen über das Gesicht des Anderen liefen. Ob er etwas Schlimmes erlebt hatte, seit dem Tag, an dem sich ihre Wege getrennt hatten? Oder war es ihm einfach allgemein zu viel? Er am Endpunkt angekommen? Der Helle schluckte. Nein, das durfte nicht sein. Er hatte bisher immer alle retten können und er würde auch den Fuchs retten. Komme was wolle. Und wenn es sein eigener Untergang werden sollte. Das Aynur so dachte, schockierte ihn, nur kurz, dann verscheuchte er dieses Gefühl mit einem kurzen Kopfschlenker. Es gab jetzt Wichtigeres.

“Schtscht.“ unterbracht das Licht in der Dunkelheit den Anderen in weichem Tonfall. “Was ich sollte oder nicht, das weiß ich selber immer noch am Besten.“ Auf den samtweichen Lippen des Hellen erschien ein kleines, seichtes Lächeln, während er sich kurzzeitig fragte, ob das wirklich so wahr. Wusste er selber wahrhaft, was er sollte oder nicht? Hatte er überhaupt eine Wahl? Ein erneutes Zittern, was durch Aurians Körper zuckte, brachte Aynur augenblicklich zurück. Er sollte vor allen Dingen jetzt nicht nachdenklich werden. Es gab Wichtigeres. Aurian zum Beispiel. Zurückhaltung gab es nicht mehr, die war einfach aktuell fehl am Platz, als der Junge seinen Kopf streckte, wie selbstverständlich sacht unter den des Anderen schob, einfach nur um ihn noch mehr zu stützen. Und ihm noch näher zu sein? Durfte das Licht in der Dunkelheit so denken? Das dem Cremello der Atem stockte aufgrund dieser fast schon Innigkeit, es überall brannte und prickelte, wo sich die Körper berührten, er kaum klar denken konnte, so eingenebelt vom Geruch des Fuchses – sollte nicht all das ihm zeigen, das er es eben nicht sollte?

Aynur » 11.01.2019, 20:17 » Der Wald #2

Aurian



Zu laut. Aynur war eindeutig zu laut gewesen. Das verriet ihm die Bewegung, die plötzlich durch das schlafende Bündel unter dem Baum ging. Augenblicklich stoppte der Helle, die feinen Ohren spielten, während sich die dunklen Seelenspiegel nicht von dem Anderen lösten. Würde der Rotbraune aufspringen und davon stürmen? Oder sich seinem Schicksal ergeben, wie beim ersten Mal, nur um im erstbesten Moment das Weite zu suchen? Und würde Aynur es nochmals schaffen Tage oder gar Wochen lang umher zu irren auf der unbewussten Suche nach ihm? In den sonst so freundlich-positiven Augen des Cremellos lag ein dunkler Schleier, während er den Dingen, die da kommen würden, harrte. Was wenn Aurian doch türmen würde? Aynur würde, ausgemergelt wie er mittlerweile war, wohl kaum lange mithalten. Obwohl, auch der Fuchs sah nicht aus, als wäre der bisherige Winter ihm gut bekommen. Zitterte er nicht sogar ein wenig?

Bevor der Helle sich weiter bohrende Gedanken machen und eventuell eintretende Situationen ausmalen konnte, kämpfte der Fuchs sich vom Boden hoch. Aynur stockte der Atem bei dem Anblick. Aurian stemmte sich mühsam auf, wirkte so schwach und zerbrechlich. So schlimm war es dem Licht in der Dunkelheit nicht mal bei ihrer ersten Begegnung vorgekommen. Als der Rotbraune dann auch noch seinen Namen hauchte, leise, kaum wahrnehmbar, in den Ohren des Hellen erfüllt von leiser, leichter Freude gepaart mit Hoffnung, konnte er nicht mehr bei sich halten. Die letzten Kraftreserven mobilisierend kämpfte sich der Cremello mit einigen Sprüngen durch die zentimeterdicke Schneedecke auf den Fuchs zu. Vergessen die eben noch vorherrschende Sorge, dieser könnte davon stürmen. Aurian war so wenig bei Kräften, er würde ganz sicher nicht das Weite suchen. Nicht jetzt. Nicht hier.

Kaum an der Seite des Rotbraunen angekommen lehnte Aynur vollkommen selbstverständlich seinen Körper, der nicht viel kräftiger wirkte als Aurian seiner, erst Recht nicht mit den sichtbaren Knochen an jedem Eckchen, an eben diesen. Vergessen die respektvolle Zurückhaltung. Der Andere brauchte Hilfe. Und diesmal würde sich der Helle nicht einfach nur zurückhalten. Nicht wenn es so offensichtlich war. Im ersten Moment raubte dem Cremello die Berührung, die Wärme, die trotzt des nasskalten Fells des Fuchses auf ihn überging, den Atem. Ein Schauer jagte über sein Fell, nur um ihn kurz darauf mit einer unbekannten Energie – anders konnte man es nicht bezeichnen – zu durchfluten. “Warte. Ganz ruhig. Alles wird gut.“ brachte Aynur gerade so leise, kaum mehr als ein Windhauch, heraus, nach Fassung ringend. Was nur hatte dieser Fuchs an sich? Warum konnte Aynur ihn all die Zeit nicht vergessen, lief Kilometer um Kilometer auf der Suche nach ihm? Vergaß zu essen und zu trinken, ja gar sich selbst fast vollständig? Und warum löste diese kleine, stützende Berührung etwas in dem Hellen aus, was er sich nicht erklären konnte?

Aynur » 10.01.2019, 14:43 » Der Wald #2

Aurian



Wie lange war es wohl her? Tage? Wochen? Monate? Eine Frage die sich der Helle absolut nicht beantworten konnte. Und das war mehr als nur ungewöhnlich. Er erinnerte sich, als wäre es erst gestern gewesen, wie er plötzlich, mitten im Reden, mitbekam, das der Fuchs – Aurian – nicht mehr bei ihm war. Er war weg, förmlich wie vom Erdboden verschwunden. Seither wanderte Aynur irgendwie ziellos umher, mal hierhin, mal dorthin. Er kam mit Diesen und Jenen ins Gespräch, aber irgendwie war da keine Begegnung oder Situation, die es schaffte den Rotbraunen aus dem Kopf des Hellen zu bekommen. Sich dessen nicht bewusst, zielte jeder Gang von Aynur doch insgeheim nur darauf ab, Aurian irgendwo in diesem gottverdammten Tal wieder zu finden. Ob er überhaupt noch lebte? Vielleicht war es sinnlos weiter zu suchen, einsam und allein, und allein das der Cremello solche Gedanken hegte, sollte doch zeigen, das der Fuchs mehr als nur eine Bekanntschaft war. Mehr als all die Anderen, die Aynur schon getroffen und sogar geheilt hatte.

Es war kalt geworden im Stillreich. Der Winter hatte schnell und grausam das Land unter seinen Schneemassen begraben. Wieder mal zog Aynur umher. Sesshaft geworden war er bisher nicht und wenn er ehrlich war, es zog ihn auch nicht unbedingt in eine Herde. Auch wenn er Gesellschaft bevorzugte, seitdem Treffen mit diesen einen, außergewöhnlichen anderen Hengst war irgendwie nichts mehr, wie es mal war. Der Helle verstand es nicht, umso wichtiger erschien ihm, Aurian zu finden. Wo auch immer er sein mochte. Das er lebte, daran hegte der Helle im Moment keinen Zweifel. Es war, als könnte er es spüren. Irgendwo musste der Fuchs doch sein? War dieses Tal wirklich so riesig? Ob Aurian ihn auch suchte? Wohl eher nicht, immerhin war er es, den einfach verschwunden war. Ob er sich noch an ihn erinnerte?

Mit einem tonlosen Seufzen hielt Aynur inne. Auf seinem makellosen hellen Fell bildeten sich Eiskristalle. Es war bitterkalt, doch davon fühlte der Hengst kaum etwas. Unter seinen Hufen lag eine zentimeterdicke Schneeschicht. Futter finden zu dieser Zeit war mehr als schwierig, wobei man doch gerade bei langen Reisen genug Nahrung zu sich nehmen musste. Und das Aynur dauernd unterweg war, sah man ihm an. Die Rippen standen leicht hervor, so sehr nagte all das an seiner Selbst. Das flaue Gefühl in seinem Magen verriet dem Hellen, das es längst Zeit für ein wenig Gras wäre. Nur woher, hier in dieser weißen Einsamkeit? Das plötzliche, leise Geräusch einer anderen Atmung ließ Aynur aufhorchen. Die feinen Ohren zuckten, als der Wind leicht drehte und ihm einen Geruch zutrug, wonach er sich schon so lange sehnte. Konnte das wahrhaft sein? Aurian? Hier? Jetzt? Und dann erblickten die dunklen Seelenspiegel des Cremellos die Gestalt des Rotbraunen, zusammengekauert, am Fuße eines Baumes, schlafend scheinbar. Ohne es wirklich zu merken machte das Herz des Hellen einen Sprung, seine Bewegungen wurden leichtfüßiger, der Hunger war vergessen. Endlich hatte er ihn gefunden.

Aynur » 18.12.2017, 19:18 » DZ - Charaktere l Kiss, Marry, Kill
Kiss: Wrath, Beth
Marry: Yuratchka
Kill: -

Lumisade, Echo
Aynur » 17.12.2017, 19:50 » Hot or Not #6
Not
Aynur » 16.12.2017, 20:28 » Beste Freunde #4
Könnte
Aynur » 16.12.2017, 12:29 » Hot or Not #6
Not
Aynur » 10.09.2017, 19:03 » Die verwunschene Quelle #2

Aurian


>>> von den Höhlen kommend
 

Die Antwort des Anderen bestätigte Aynurs Verdacht, dass er auf die simple Frage nach dem Wohlbefinden nicht wahrheitsgemäß antworten würde. Nein, warum auch? Irgendwie schien alles, was Aurian von sich gab und wie er handelte einfach nur eine riesengroße Lüge zu sein. Ein Versuch den Hellen schließlich doch noch los zu werden? Der Cremello wollte nicht so denken, doch der dunkle Fuchs in seiner ganzen Art und Weise, er brachte ihn zum Grübeln. Hatte er je einen ähnlich gelagerten Fall getroffen und ihm geholfen? Klar, viele waren anfangs vorsichtig, verschlossen, abweisend, aber Aurian strahlte noch etwas anderes aus, was der Helle bisher nicht zuordnen konnte. Und das war etwas, was ihn mit der Zeit sicherlich wahnsinnig machen könnte. Vorerst jedoch galt es die Konzentration auf dem Anderen zu fokussieren.

Besorgt beobachtete Aynur Aurian, wie er mit wackeligen Schritten den schmalen Pfad hinab ins Tal voran ging. Im Geiste sah er ihn schon den Weg hinunter fiel und sich dabei eventuell alle möglichen Knochen brach. Ohne lang darüber nachzudenken ob er vielleicht eine Grenze übertrat, trabte der Cremello leichtfüßig direkt an die Seite des Fuchses um diesen notfalls stützen zu können. „Ich denke die Quelle wäre ein guter Ort.“  Zumindest hatte Aynur gehört, dass das Wasser der verwunschenen Quelle gewisse Heilkräfte hätte. Das könnte Aurian ganz sicher nicht schaden.

Aufgrund der Schmale des Pfades trennten die beiden Körper nur Millimeter, über die hinweg Aynur die Wärme, die von dem Anderen ausstrahlte, spüren konnte. Er wusste nicht warum, konnte es nicht einordnen, aber es fühlte sich gut an. An einer besonders engen Biegung geschah es sogar, dass die beiden Hengste sich noch näher kamen. Als der Helle die leichte Berührung spürte, jagte ein Schauer über seinen Körper. Irgendwas stimmte nicht und bevor es dem Cremello noch komischer wurde – vielleicht färbte ja dieses außergewöhnliche Individuum auf ihn ab?- setzte er sich vor den Anderen. Würde dieser nun doch fallen, dann würde er ihn eben mit dem Körper abbremsen. Ob Aurian die Berührung auch gefühlt hatte?

Die Wanderung zur Quelle war lang. Und schweigsam. Keiner der Beiden sagte mehr ein Wort. Stumm schritten sie hintereinander her. Aynur drehte sich nicht mehr zu Aurian um. Lediglich das Geräusch von Hufschlägen verriet ihm, dass der Dunkelfuchs ihm noch folgte. Immer wieder versank der Helle in Nachdenklichkeit, welche er dann sofort versuchte zu vertreiben. Wenn man sich zu viele Gedanken machte, vor allem um Dinge die man eh noch nicht lösen könnte, konnte einen das kaputt machen. Das leise Plätschern der Quelle kam wie gerufen. „Wir sind da.“ durchbrach der Cremello die Stille und wendete sich damit das erste Mal wieder direkt an Aurian. Direkt am Ufer des Gewässers hielt der Helle inne, betrachtete kurz sein Spiegelbild. War diese Falte auf seiner Stirn schon immer da? Mit einem Schnauben wand er sich ab und machte Platz für den Anderen. Er sollte und musste sich stärken.

Aynur » 08.09.2017, 21:19 » Die Hhlen #1

Aurian



Das Gefühl das der Andere ihm etwas vorspielte, das er sich zusammennahm und lediglich nur so tat als ob, es wurde mit jeder Sekunde die verstrich stärker. Der Helle war sich zu mehr als 100% sicher das Aurian so war um sich selbst zu schützen. Und alle um sich herum. Was nur war diesem dunklen Fuchs widerfahren, das er so dachte, so handelte, so war? Aynur ließ ihn nicht aus den Augen, fixierte ihn dabei jedoch nicht. In seinen strahlend blauen Augen lag blanke Freundlichkeit, ein leichtes Glänzen von Lebensfreude und positiver Energie. Es war nie anders gewesen, egal was der Cremello auch durch gemacht hatte. Vermutlich würde er nie anders sein, wie er von Geburt an gewesen war. Immerhin hatte es bisher nichts Böses auf der Welt geschafft in nieder zu ringen, seine Seele zu verderben. Im Gegenteil, sie schien mit jeder Erfahrung noch heller und kräftiger zu scheinen.

Als der Dunkelfuchs seinen Blick zurück auf Aynur richtete, wachte dieser aus seiner leichten Starre auf und schnaubte leicht, hell. Die Augen des Anderen, sie waren irgendwie unglaublich tief und scheinbar gab es kein Ende. Man könnte sich beinahe darin verlieren. Die Stimme Aurians hallte leise von den Wänden wieder und bevor Aynur auch nur reagieren konnte, setzte der Andere sich schon in Bewegung. „Ich bin mir nicht sicher.“ gab der Helle von sich, ehe auch er sich aus der Höhle ins Licht des Tages begab. Die wärmende Sonne gab ihm Kraft, durchströmte förmlich jede Faser der recht zierlichen Körpers. „Vielleicht Richtung Wasser? Oder dahin wo es gutes Futter gibt?“ Nicht das er irgendeinen Plan hatte wo solch Orte in diesem Tal überhaupt waren. Nur, Aynur war schon immer ein Positivdenker gewesen. Auch jetzt würde er das schon irgendwie hinbekommen, sollte Aurian auch nicht wissen wohin man gehen musste, wenn man Hunger und Durst empfand.

Dem Cremello entging nicht, das der Gang des Anderen irgendwie schwammig war. Als wenn seine Beine nicht wirklich fähig waren den Körper zu tragen. Etwa sagen oder lieber schweigen? Auf der Stirn des Hellen erschien eine kleine, nachdenkliche Falte. Würde der Dunkelfuchs es überhaupt schaffen längere Zeit umher zu wandern? „Ist alles okay?“ fragte Aynur schließlich mit heller, leicht besorgt klingender Stimme. Als ob Aurian ihm die Wahrheit sagen würde. Obwohl, man sollte die Hoffnung niemals aufgeben. Vielleicht konnte er darüber an den Anderen ein wenig heran kommen, es schaffen, dass er sich langsam öffnete? Der Cremello verlangte ja nicht mal viel, keine riesengroßen Sprünge, nur ein klein wenig Wahrheit, welche der Fuchs bisher strikt für sich behalten hatte.

Aynur » 27.07.2017, 15:44 » Aynur

Illium



Aynur ließ den Schecken nicht aus den Augen, fixierte ihn dabei jedoch nicht. In der ganzen Zeit, die sie schon hier weilten, verstärkte sich der erste Eindruck des Cremellos. Illium schien durch und durch ein angenehmer Zeitgenosse, dem Respekt und höffliches Auftreten durchaus wichtig zu sein schienen. Der Leiter der Adoyan Enay nickte kurz. Mit gespitzten Ohren lauschte der Helle den Worten des Anderen. „Die Freude ist ganz meinerseits.“ erwiderte der Junge und meinte es durchaus ernst. Nun hatte er hier in diesem Tal, wo alles noch so fremd war, so etwas wie eine Heimat. Einen Ort wo er weilen konnte, wo er vielleicht auch bald Freunde hatte. Kurz huschten die Gedanken Aynur’s in Richtung Aurian. Nun, beim nächsten Mal könnte er dem Dunkelfuchs sagen, wo immer er anzutreffen wäre, wenn Not am Mann war. Das war doch gut. Vielleicht würde er dann etwas mehr aus sich heraus kommen, wenn er merkte, dass es dem Cremello ernst war und er ihm immer den Rücken stärken würde? „Nun, wenn ihr erlaubt würde ich mich gerne etwas umsehen. Mein neues Zuhause kennen lernen?“ Nicht das dieses Bedürfnis den Hellen drängte, aber im Grunde war zwischen Ihnen vorerst alles geklärt und es gab eigentlich keinen Grund mehr hier zu verweilen. Sicher hatte Illium, so als Herdenleiter, auch wichtigere Dinge zu tun.

Aynur » 24.05.2017, 18:35 » Aynur

Illium



So wie der Rappschecke den Worten des Hellen lauschte, so hörte auch Aynur auf jedes Wort seines Gegenübers, spitze die feinen Ohren und nickte hin und wieder leicht. Auf den Zügen des Cremellos blieb das Lächeln, wirkte wie eingemeißelt, trotzdem lag keinerlei Zwang dahinter. „Ich glaube das ich gerne die Hüter unterstützen würde.“ Beim genaueren Betrachten der Alternative erschien dem Hellen diese Aufgabe als bessere Wahl. Immerhin schienen die Heiler eher für die körperlichen Leiden zu sein. Aynur reizte eher die Psyche zu heilen, armen Seelen neuen Mut zu geben und auf dieser Ebene zu helfen wo immer er konnte. Dort hatte er eine Begabung und die wollte er keinesfalls verschwende. „Ja doch, ich möchte ein Hüter werden. Natürlich würde ich anbieten, sollte es Mangel bei den Heilern geben, diese ebenfalls zu unterstützen, sofern gewollt, denn ein wenig Heilkunst konnte ich mir bereits aneignen. Aber als Hauptaufgabe möchte ich gerne meine Fähigkeit die Psyche Anderer zu stärken, ja gar zu heilen, nutzen.“ Freundlich und offen, jedoch auch fest entschlossen seiner Rolle als Hüter gerecht zu werden, wartete Aynur auf die weiteren Worte des Leithengstes.

Aynur » 05.02.2017, 18:08 » Die Hhlen #1

Aurian



Aynur ließ den Fuchs nicht aus dem Blick. Aus dem Augenwinkel heraus beobachtete der Helle seine Gesellschaft, versuchte aus ihm schlau zu werden. Vergeblich. Aurian stand da, äußerlich ruhig, die Züge gefasst und freundlich, trotzdem war sich der Cremello sicher, das dies nicht der wahre Aurian war. Woher diese Sicherheit kam, konnte er sich selbst nicht beantworten. Da war irgendwas in den Augen des Anderen. Und dieser kleine, vorsichtige Schritt zurück, so als ob Anyur nicht mitbekommen sollte, das er vor ihm wich. Ob er Angst hatte? Dazu gab es absolut keinen Grund. Aynur konnte man alles nachsagen. Das er nervend ist. Und anhänglich, beinahe schon aufdringlich. Oder übertrieben freundlich, denn so mochte er sicher auf den Ein oder Anderen wirken. Nur gefährlich war er nicht. Natürlich, wehren konnte sich der Helle, sogar sehr gut, aber er war nie der, der es darauf anlegte. Der Helle folte dem Blick des Anderen nach draußen, wo die Sonne schien. Ein kalter, klarer Wintertag. Vielleicht würde Aurian einem Spaziergang zustimmen? Ein wenig die Beine vertreten und Sonnenstrahlen tanken konnte sicher nicht schaden.

Gerade als Aynur die Stimme erheben wollte, rang sich der Andere pflichtbewusst eine Antwort ab. Ja, das stimmt wohl. Der Helle lenkte den Blick direkt auf den Fuchs. Irgendwie glaubte er ihm diese Antwort nicht ganz. Oder glaubte Aurian sich selbst nicht? War das alles nur ein riesengroßes Schauspiel, damit er seine Ruhe bekam? Die feinen Ohren spielten aufmerksam, vernahmen weitere Worte des Fuchses. Schon wieder eine gut gespielte Lüge? War Aurian wirklich erfreut? Irgendwie war es verdammt schwer aus ihm schlau zu werden. Vermutlich würde es Ewigkeiten dauern jedes kleine Puzzelteil zusammen zu fügen – sofern man es denn fand – um ihm dann helfen zu können. Auch wenn der Dunkle vermutlich gar keine Hilfe wolllte. Aynur erwiederte das Lächeln seines Gegenüber ebenso freundlich, nickte kurz mit dem zierlichen Haupt.In den blauen Augen war noch immer das strahlende Funkeln zu sehen. Es war immer dort, ging fast nie weg. Manchmal war es etwas schwächer, aber das waren wirklich seltene Augenblicke. Der Helle hielt sich weiter zurück, wartete ab, ob Aurian noch mehr von sich geben würde. Dafür das er den letzten Tag so schweigsam war, sprach er nun verdammt viel. Und irgendwie wurde der Cremello das Gefühl nicht los, das er sich dazu zwang. Nachfragen würde er nicht. Es brauchte Zeit.

Nein, ich bin noch nicht sehr lange hier. Ich kann dir auch nichts über das Tal sagen, tut mir Leid. Ich habe nur wenig davon bisher gesehen und noch weniger gehört. Sofort erschien ein entschuldigendes Lächeln auf den Lippen des Fuchses. Es gab doch gar nichts zu entschuldigen? Aynur schnaubte sacht, lächelte aufmunternd. „Ist ja kein Problem.“ winkte der Helle mit reiner, heller Stimme ab und ließ seinen Blick wieder nach draußen wandern. Draußen würde es sicher wärmer sein, als hier in der kühlen, dämmrigen Höhle. „Man könnte ja vielleicht zusammen ein wenig umherziehen? Ich denke etwas Wasser und Bewegung würden uns Beiden gut tun, oder was meinst du?“ Aynur wand sich wieder voll dem Fuchs zu, zeigte ihm, was ihm wirklich etwas daran lag, was er wollen würde. Wenn Aurian lieber hier bleiben wollen würde, dann würde er auch bleiben. Wobei, der Helle glaubte fast, das es dem Anderen genauso nach draußen zog, wie ihn. Licht war immer gut. Licht schaffte es die Dunkelheit zu vertreiben. Und manchmal wurden blöde Gedanken nicht mehr ganz so störend, wenn man sich in der Sonne befand.


Kein Problem ^^ Ich tue mich auch grade schwer >.>

Aynur » 02.02.2017, 14:37 » Aynur

Illium



Die freundlichen Züge des Scheckens wirkten durch und durch ehrlich, einladend. Aynur zweifelte nicht hier richtig zu sein. Selbst als Illium - wie er sich letzendlich vorstellte - vom Krieg gesprochen hatte, der angeblich hier im Tal herschen sollte, kamen dem Cremello keinerlei Zweifel. "Ich denke damit kann ich durchaus leben." erwiederte der Helle und ließ das Lächeln kurz etwas breiter werden. "Nun, ich bin sehr positiv geladen, wenn man das so nennen möchte. Ich versuche stets das Gute in den Dingen zu sehen. Noch dazu helfe ich gern, wo ich kann. Zuhören kann ich auch sehr gut, ebenso wie schweigen. Ich denke ich passe mich da dem Gegenüber an. Auch allgemein bin ich, denke ich, sehr anpassungsfähig." Ob das Illium reichen würde, ihn einer Aufgabe zu zu teilen? Aynur selbst wüsste vermutlich nicht genau, wo er sich selbst einteilen würde.

Aynur » 07.12.2016, 19:44 » Die Hhlen #1

Aurian



Draußen vor der Höhle kämpfte sich die Sonne Stück für Stück das Himmelszelt hinauf. Auch wenn die Temperaturen knackig wirkten, es versprach ein guter Tag zu werden, wenn auch das Wetter mitunter Launen unterlag und sich urplötzlich ins genaue Gegenteil wenden konnte. Aynur wollte nicht darüber nachdenken was sich eventuell irgendwann im Laufe der Zeit wandeln konnte. Das brachte einfach nichts. Wenige Dinge waren zu beeinflussen. Das Wetter zählte nicht dazu. Der Blick aus den strahlend blauen Augen, die weiterhin kess unter dem hellen Schopf des Cremellos blickten, ruhte ohne zu fixieren auf dem Fuchs. Der junge Hengst war sich nicht sicher, aber mit jeder Sekunde die verstrich, setzte sich der Eindruck fest, das der Andere nur spielte. Dass das, was er zeigte, nicht mehr als eine Fassade war. Eine Maske um oberflächlichen Außenstehenden einen auf heile Welt zu spielen. Nun, der Helle würde sich davon nicht blenden lassen. Er hatte Zeit und die würde er nutzen.

Ach, halb so schlimm.“ erwiderte Aynur mit seiner hellen, reinen Stimme, als der Fuchs sich für das Verhalten des Vortages entschuldigte. Er war nicht nachtragend. Nie gewesen. Und die Tonlage, mit welcher der Cremello seine Worte vorbrachte, verriet, das er es durchaus ernst meinte. "Ich denke jeder hat so seine Tage." Das sanfte, einladende Lächeln auf den Lippen des Hellen wurde etwas breiter. Zwar war das nicht ganz die Wahrheit – immerhin waren Aynur solche Tage oder Launen, je nachdem wie man es nennen wollte, bisher vollkommen fremd, zumindest hatte er nie so etwas selbst empfunden – aber vermutlich war es mehr als die knappe Mehrheit der Lebewesen auf Erden, die solchen Tagen und Launen unterlagen. Somit war es auch mehr als die knappe Mehrheit an Wirklichkeit. Oder nicht? Der Helle nahm den Blick nicht von den Anderen, der nun endlich seinen Namen nannte. Aurian. Die Ohren von Aynur spielten leicht. Der Name passte zu dem Fuchs. Nicht zu aufdringlich. Nicht zu stark. Eher kurz, knapp, zart. "Freut mich, Aurian." Ohne es zu merken betonte der Cremello den Namen deutlich, pflanzte ihm Bedeutung ein. Vermutlich würde dieser Name in nächster Zeit öfter über die weichen Lippen des Hellen kommen.

"Bist du bereits länger hier?" fragte Aynur nach einem Moment der Stille, in der er lediglich Aurian beobachtete, versuchte aus ihm schlau zu werden. Ohne Erfolg. Irgendwann würde das schon noch werden. "Ich bin noch nicht sehr lange hier und dachte, vielleicht kannst du mir etwas über das Tal hier berichten? Nur wenn du magst natürlich." Ein leichtes Schnauben entkam den Nüstern des Hellen, der sich dem Fuchs vorsichtig und bedacht ein paar Schritte näherte. Bedrängen wollte Aynur den Anderen nun auch nicht. Er würde ihm die Wahl lassen. Zumindest meistens. Manchmal gab es Wesen, die brauchten etwas Zwang zum Glück. Weil ihre Seelen, ihr Selbst so geschädigt waren. Der Helle war sich nicht sicher, aber der Rotbraune, der ihm Gegenüber stand, könnte zu diesen Persönlichkeiten zählen. Ob es dieser Reiz, die Herausforderung war, die Aynur so an Aurian fesselte? Oder war da doch etwas Anderes? Kurz zischte der Schweif des Cremellos durch die Luft, produzierte einen leisen, pfeifenden Ton, der hart von den felsigen Wänden widerhallte.

OT: Sorry ich bin ziemlich unkreativ zur Zeit smilie

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